Arbeitsbereich 1:

Krieg mit unterschiedlichsten menschenfeindlichen Terror- und Gewaltmethoden zerstört jede menschenwürdige Zukunft 

Dieser Arbeitsansatz erfordert zentrale Klärungen:

 

  • Bei Kriegsursachen ist vor allem die Vielfalt der verheerenden Zerstörungen, Abgründe und der dauerhaften Auswirkungen zu erarbeiten.
     

  • Ferner können systempolitische Niederlagen und wiederholte militärpolitische Korrekturen, zum Beispiel für Armeen, aufklären.

  • Ausserdem gehören Kriegserfahrungen, etwa von Soldaten, mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen aus dramatischem Kriegselend der Gegenwart in die zeitkritische Analyse und öffentliche Diskussion. Festzustellen ist hier: Kriegsrealität ist nicht zu verharmlosen. Offensichtlich zerstört Krieg komplex:

        • Alltagssicherheit und Alltagsplanung
        • Lebenswirklichkeit und Lebensperspektiven
        • Zukunftsgrundlagen verschiedenster Formen, Phasen, Methoden und Qualitäten. 

     

Die erweiterte Thematisierung der internationalen, gesellschaftlichen, lokalen Problemlagen von Kriegsrealitäten sollte unbedingt das Elend der Menschenfeindlichkeit, der Armut und das Hungerelend sowie die zentrale Bedeutung einer fehlenden Toleranzkultur erarbeiten und einordnen. 

 

 

 

 

Arbeitsbereich 2: 

Der Afghanistan - Krieg

Zu Konfliktproblemen des dramatischen Scheiterns zählen etwa diese Aspekte: 
 

 

  • Rückkehr der Taliban in den innergesellschaftlichen Alltag - Fakten und Beispiele der „verbrannten Erde“
     

  • massive Unfriedens- und aussenpolitische Strategien mit politischen und militärischen Misserfolgen zur neuen Kriegsgewalt
     

  • grenzenlose irreparable Umweltzerstörung
     

  • verbreitete Resignation in der Bevölkerung
     

  • Verzweiflung und Fluchtentscheidung
     

  • auflaufendes neues Kriegselend durch Folter und Vertreibung
     

  • ausgedünntes politisches und gesellschaftliches Veränderungsbewusstsein.

 

Diese Arbeitsthemen sind in der Lage, desillusionierende innergesellschaftliche Problemschwerpunkte zu strukturieren und zu veranschaulichen. Eine friedliche Zukunft für Afghanistan ist unter diesen Umständen unrealistisch.

 

 

 

 

 

 

Arbeitsbereich 3:

Politische und pädagogische Konzeptstrategien von Friedensarbeit in der Gegenwart
 -

Emanzipatorische, zukunftsorientierte und demokratiekritische Handlungsmethoden in Lebenswirklichkeiten der Kommune

 

Einerseits wird Frieden lange nicht mehr als bloße Abwesenheit von Krieg definiert, sondern als eine Gestaltungsaufgabe für alle Gesellschaftsmitglieder.
Andererseits sind gegenwärtige Friedensforschung und Kritische Friedenspädagogik in neuen Ansätzen, visionären Vorstellungen und konkreten Praxisschritten einer Konflikt- und Friedenskultur variabel zu skizzieren.

 

Mit Hilfe von Alltagsfriedensforschung sollte es gelingen, gerade den lokalen Faktor in die qualifizierte Diskussion einzubringen und einen wegweisenden Anspruch von kommunalen Konflikt- und Friedensstrategien in Ansätzen einzulösen.

 

Zwei leitende Erkenntnis- und Handlungsfragen aus der Alltagsfriedensforschung sind hier vorrangig:

 

  • Wie kann in den Alltag die Basis eingeführt werden, damit auf Dauer verallgemeinerbare lokale Konflikt- und Friedensperspektiven als Veränderungsalltag entstehen?
     

  •  Wie können die einzelnen Kräfte der demokratischen Basis für konflikt- und friedensbezogene Lebenswirklichkeiten und  Lebensgrundlagen gebündelt werden?

   

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